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MUMIENMUMPITZ 2.0
Der Ansatz ist natürlich nicht verkehrt, die „Mumie“ nun endlich mal etwas zeitgemäßer zu und als wirklich versuchten Horror zu gestalten. Mit „Evil Dead Rise“ Regisseur Lee Cronin hat man nun einen genreerprobten Regisseur an den Klassiker rangelassen. Und ja der Anfang beginnt vielversprechend, ein junges Mädchen wird in einem Wüstenkaff entführt und jahrelang vermisst. Als man dann einen Sarkophag findet und ihn öffnet stellen Ärzte fest, dass es das vermisste Mädchen ist. Die Ärzte stellten keine körperlichen Beeinträchtigungen fest. Und denen fielen auch nicht die Mullbinden um ihren Körper auf. Ja das passiert den Besten! Immerhin haben Sie richtig genau diagnostiziert, dass die Gute nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Aber mit ein bisschen familiäre Fürsorge kriegmer das Kind schon wieder gerade gebogen.
Ja da muss man sich schon ein wenig auf den Mumienmumpitz einlassen, aber dann bekommt man ne satte Ekelshow präsentiert. Überhaupt ist die Vorstellung für die Familie extrem schlimm wenn einen nach Jahren das Kind so vor die Tür gestellt wird. Da wirft Lee Cronins Body-Horror-Variante auch durchaus unbequeme Fragen auf, wie weit und wie lang kann ich für mein Kind da sein? Stemme ich die Verantwortung?Gerade die erste Hälfte ist da durchaus stimmig, atmosphärisch dicht und schön creepy in Szene gesetzt.
In Hälfte zwei wickelt sich „The Mummy“ dann leider immer mehr in die effekthaschende Schiene auf. Das Cronin Ahnung vom Genre hat, beweist er im Verlauf dann mehrfach, indem er aus verschiedenen Klassikern wie u.a. „The Ring“ dann gleich noch Erklärung und Auflösung zusammenfischt. Das ist dann letztendlich nicht immer glaubwürdig und innovativ, aber ausreichend spannend und kurzweilig.