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Es war mal wieder soweit, der Folterfilmabend wurde einberufen. Und natürlich mussten es am Nikolaustag auch Weihnachtsfilme sein, die uns den Tag dann aber mal so richtig vermiesen sollten. Zum Glück war genug Alkohol im Nikolaushohlkörper vorhanden.
Zu Beginn ließen wir gleich mal KRAMPUS: THE CHRISTMAS DEVIL in unseren Filmfolterkeller reinmarschieren. Und Obacht, den sollte man nicht verwechseln mit dem 2015er Krampus, der nämlich durchaus passabel ist. Denn hier zwei Jahre zuvor haben sich scheinbar ein paar völlig talentbefreite Suffkumpanen gedacht: „Older, lass doch mal en Horrorfilm drehn über de Krampusch!“. Gesagt, getan, die Bilder die man sich da schnell zur Recherche ergoogelt hatte, hat man dann auch gleich für den Film an sich verwendet, das wurde dann nicht einfach geschickt oder gewieft integriert, sondern einfach nur reingeklatscht. Apropos reinklatschen! Einer von denen hatte da scheinbar so ein Freeware Programm zu Verfügung um richtig schön an den Filtern rumzuspielen. Leider hat er sein Bier nicht über seinen Laptop verteilt und so kommen wir in den Genuss, wirklich ALLE, aber auch wirklich ALLE Filtereffekte bestaunen zu können, was die Software in der 30-Tages-Gratisversion so zu bieten hatte. Länger als 3 Tage hat der Dreh wahrscheinlich eh nicht gedauert. Denn das Setting besteht aus ner zugegebenermaßen angeasselten aber netten Kipp-das-Zeuch-weg-Kneipe (ja genau der Entstehungsort der ganzen scheiß Idee), nem Auto (immerhin!), einem Haus mit Menschen drin (toll!) und einer Pfütze die man uns als See verkaufen wollte (ihr scheiß Fullinger!). Wie verdammt soll darin jemand ertrinken?!
Aber nun gut weiter im Text. Derjenige, der nach den ganzen Drinks beim Produktions-bierpong-treffen noch stand wurde zum Hauptnichtskönner ernannt und durfte versuchen zu schauspielern. Die Betonung liegt auf versuchen. Zum Glück hatte Bearnie, der zwar der erste war der beim Finanzierungs-Suff unterm Tisch landete noch sein Faschingskostüm ausm Keller kramen können. Der hatte da noch en Weihnachtsumhang, ne Filzperücke und eine unbeholfen zusammengepobelte Holzmaske rumliegen. Gabs bestimmt ne 5 in Werken drauf, aber unter der Kapuze sieht das scheiß Ding eh keiner.
KI gabs ja noch nicht, also mussten die ausm Wikipedia Eintrag dann tatsächlich noch sowas wie ne Story hinmeißeln. Nach ein paar Drinks später war das aber auch ein Selbstläufer. Die Kameraführung ja gut ist jetzt keine so große Überraschung kann man nur als torkelig bezeichnen. Rattenstraff macht die uns baff! Die besten Aufnahmen waren die, wenn die Kamera scheinbar beim an die Tanne schiffen andn Wegrand geschmissen wurde und man dabei vergessen hat den Ausknopf zu drücken. Starke Leistung!
Zum Schluss kann man nachm Abspann dann noch richtig lustige Outtakes bewundern. Natürlich sieht man Sie da beim Saufen! Was ne Überraschung! Da wird uns nochmal gezeigt wie viel Spaß die hatten, als würden die uns dabei auslachen, wie verdammt nochmal wenig Spaß wir hatten. Ihr Arschgeigen!
Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen. Außer vielleicht, Obacht mitm Alkohol! Kann dann eben auch zu sowas wie hier führen. PROST!