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Gesamtbewertung
2 Kommis
Rolf Muller
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Es war mal wieder soweit. Und der Folterfilmabend wurde einberufen. Und mit „Grizzly 2“ haben wir uns gleich was auf die Augen geschmiert, was in so dreister Form auch noch keiner zuvor je gesehen hat. Was für ein Paradebeispiel an Resteverwurstung. Da haben die uns tatsächlich einen Bären aufgebunden.

Die Entstehungsgeschichte allein ist auf jeden Fall viel unterhaltsamer und bei weitem genialer als der zusammengeschnibbelte Schundfilm selbst. Mit „Grizzly“ ließ man 1976 einen Bären auf die Menschen los. Man nutzte den Tierhorror-Hype um den weißen Hai und erzielte mit dem grimmigen Grizzly einen bachtlichen Erfolg. Klar, dass man da die dicke Kohle wittert und versucht den Bären wie eine Kuh zu melken. 1983 war es soweit und man engagierte absolute No-Name Schauspieler als erste Opfer des Grizzly-Bären für die Fortsetzung. Die damals völlig unbekannten Darsteller waren Laura Dern, George Clooney und Charlie Sheen.

Gedreht wurde das Ding in der ultimativen Bohei irgendwo in Ungarn. Der Hauptproduzent Joseph Ford Proctor haute dann aber urplötzlich mit dem Budget ab und ließ die gesamte Crew im Ostblock sitzen. Kann man mal so machen.

Und extra für den Film hat man ein Riesenkonzert mit 40.000 Besuchern organisiert. Dies sollte als Kulisse dienen für den Bärenangriff und einige Statisten wären dem Bären wohl zum Opfer gefallen. Blöd nur wenn ja gar kein Bär mehr da war. Extra für den Film hatte man einen mechatronischen Bären zusammengedrömelt, aber der stand halt eben in ner Halle rum, die Feuer gefangen hatte. Das wars dann mitm Bärminator. Schlussendlich fand das Konzert statt nur ohne Bärenbeistand.

Das Murks-Material gammelte dann 37 Jahre im Archiv rum bis sich Produzentin Suzanne C. Nagy mal eben ne schlechten Tag hatte um das alles mal richtig schön zu verwursten und aufzubereiten. Der Beginn ist in der Tat noch recht ok, also die ersten 10 Minuten bis das Staraufgebot den Löffel abgibt. Und ab da gibt es ja eigentlich kein richtiges Material mehr, da werden Naturaufnahmen aneinandergereiert, niedliche kleine Bären in freier Wildbahn dazwischen geschnitten und Konzertaufnahmen, die nichtmal synchron zum Ton laufen. Und die beschissenen Szenen wiederholen sich auch noch. Am Ende kam man dann mit Ach und Krach auf schier endlose und qualvolle 74 Minuten, damit man sich zumindest von den Minuten her Film nennen darf.

„Grizzly 2“ ist wirklich ein Vorzeigefolterfilm, ein historischer Unfall, eine dreiste Meisterleistung von verwirrter Verwurstung! ErBÄRmen!!!!

Bob van Runkel
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Also dieser Streifen hebt den Begriff „Versatzstück“ auf eine völlig neue Stufe. Eine Aneinanderreihung völlig hirnrissigst unpassender Szenen. Da passt von vorne bis vorne nix zusammen. Und trotzdem hat es – zum Glück – insgesamt nur für rund 70 Minuten gereicht.

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